Migration ist kein Verbrechen

Was ist los in der Region?
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Cosinus
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12. Sep 2019, 17:11

Flüchtlinge kommen oft auf dem gefährlichen Seeweg nach Europa. Eigentlich hätte die Europäische Union die Pflicht, einen flächendeckenden Seenotrettungsdienst aufzubauen. Die Menschenrechtsorganisation „borderline europe“ dokumentiert seit Jahren die „Abwehrpraxis“ Europas an dessen Außengrenzen. Am 18. September berichtet der Vorsitzende der Organisation, Harald Glöde, ab 19:30 Uhr in der Veranstaltungsreihe „Wir schaffen das! Aber wie? Wege zur Integration“ über die EU-Abschottungspraxis, die Situation in den „Auffanglagern“ und die Notwendigkeit einer humanen Asylpraxis. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Kasseler Hilfsorganisation „Freundeskreis für Kinder in Not e.V., Kassel“.

Flüchtlinge kommen überwiegend auf dem gefährlichen Seeweg nach Europa. Sie riskieren ihr Leben, um Schutz im „Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“, so die EU-Selbstbezeichnung, zu finden. Flucht und Zugang ist im europäischen Konzept nur unter Lebensgefahr möglich, weil die EU und ihre Mitgliedsstaaten keine legalen und gefahrenfreien Fluchtwege ermöglichen.

Pro Asyl weist seit langer Zeit schon darauf hin, dass die EU die Pflicht hat, einen robusten, flächendeckenden EU-Seenotrettungsdienst aufzubauen. Auswege aus dem humanitären Desaster im Mittelmeer bieten nur legale und sichere Fluchtwege nach Europa. Den Bootsflüchtlingen muss nach Anlandung in einem sicheren europäischen Hafen eine menschenwürdige Aufnahme und Zugang zu einem fairen Asylverfahren gewährt werden.

Die Menschrechtsorganisation „borderline europe“ mit Sitz in Berlin überwacht und dokumentiert seit Jahren die „Abwehrpraxis“ Europas an dessen Außengrenzen. Der Vorsitzende der Organisation, Harald Glöde, wird an diesem Informations- und Gesprächsabend eine aktuelle Übersicht geben über die konkrete Abschottungspraxis an den europäischen Außengrenzen, über die Situation in den „Auffanglagern“ (hot spots) innerhalb und außerhalb Europas sowie Überlegungen zu einer humanen Asylpraxis zur Verfügung stellen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Kasseler Freundeskreis Kinder in Not e.V. Er setzt sich auf der griechischen Insel Lesbos für geflüchtete Kinder und Jugendliche ein und unterstützt das dortige Mosaik Support Center durch die Finanzierung von Musik-, Sprach und PC-Kursen.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen der Reihe, die von der Plansecur Stiftung und dem Flüchtlingsfonds des Bistums Fulda unterstützt wird, ist frei. Beginn am Mittwoch, 18. September: 19:30 Uhr. Das Alfred Delp-Haus befindet sich direkt an der Bushaltestelle „Kirche St. Familia“, an der die Linien 10, 52, 110, 500 halten. Vom Kulturbahnhof (Kassel Hbf) sind es 7 Minuten zu Fuß.

Alle aktuellen Informationen zur Veranstaltungsreihe finden sich unter www.wege-zur-integration.de.
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